Jülich mit Synlight zum Kompetenzzentrum

Energie ist seit sechs Jahrzehnten ein Thema, das uns in Jülich bewegt. Vor 10 Jahren wurde mit der Eröffnung des Solarturms ein neues Kapitel aufgeschlagen, das jetzt mit der Einweihung der Forschungsanlage Synlight eine großartige Fortsetzung erfährt und einen neuen Akzent in der „modernen Forschungsstadt“ setzt. Nicht nur bundesweit, weltweit hat Jülich mit der offiziellen Inbetrieb der größten künstlichen Sonne die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Stolz sein dürfen wir, dass wir im Zusammenspiel mit Forschungszentrum, Fachhochschule, Solarturm und dem kommenden Brainergy-Park auf der Merscher Höhe Jülich über ein absolutes Kompetenz-Zentrum verfügen.

Ganz besonders freue ich mich über die erfolgreiche Zusammenarbeit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Technologiezentrum Jülich (TZJ). In der Kooperation von DLR und TZJ ist eine Möglichkeit gefunden worden, auch im Bereich der Finanzierung vielleicht neue Wege für die Zukunft zu finden.

Maßgeblichen Anteil hat daran Carlo Aretz, Geschäftsführer des Technologiezentrums, der mit seiner gewinnenden Art dafür sorgte, dass sich Unternehmer und Forschungsinstitute in Jülich wohlfühlen. Denn nur wenn sie sich wohlfühlen, bleiben sie auch.

Bleiben ist das Stichwort: Schon auf dem Neujahrsempfang des Stadtmarketing e.V. hat Prof. Bernd Hoffschmidt, Leiter des DLR-Instituts für Solarforschung, erklärt, dass es Mitarbeiter nach Jülich als Wohnstatt zieht. Das freut mich natürlich sehr. Als Prof. Karsten Lemmer, Vorstand für Energie und Verkehr des DLR, bei der Einweihung einen Schwenk zur Elbphilharmomie machte, habe ich scherzhaft den Bau einer Rurphilharmonie als Vision in den Raum gestellt. Durchaus Ernst gemeint sind die Möglichkeiten, die sich aus diesem Standortvorteil der „Synlight“-Anlage ergeben könnten.

Insgesamt ist diese Ausrichtung der „modernen Forschungssstadt“ für Jülich ein wichtiges Werbeinstrument. Wir sind auf einem guten Weg, und ich glaube, dass wir auch weitere Unternehmen und Investoren nach Jülich locken. Denn: Hier will man forschen und gut arbeiten und damit sind wir in Jülich insgesamt auf einem guten Weg.

Bei der Einweihung von Synlight haben wir die ersten Schritte auf diesem Weg gemeinsam mit vielen Gästen getan. Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Technologiezentrums Jülich konnte ich Landes-Umweltminister Johannes Remmel und Dr. Georg Menzen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie begrüßen.

Mit Freude und Stolz habe ich diesen Vorsitz in der Nachfolge von Heinz-August Schüssler angetreten und empfinde ihn auch als Verpflichtung. Ohne die visionäre Bereitschaft und Unterstützung von Heinz-August Schüssler würde es das Technologiezentrum möglicherweise nicht geben. Er hat sich für das Projekt eingesetzt, dessen Erfolg in der Anfangsphase nicht absehbar war und heute zur Forschungsstadt Jülich gehört wie die Zitadelle zur historischen Festungsstadt.

Größte künstliche Sonne der Welt eingeweiht: Sonne auf Knopfdruck